Gleichberechtigung: Die Stellung der Frau heute


Gleichberechtigung: Die Stellung der Frau heute
Gleichberechtigung: Die Stellung der Frau heute
 
Frauen stellen die Hälfte der Weltbevölkerung, leisten ein Drittel aller bezahlten Arbeitsstunden, erhalten aber nur ein Zehntel des Welteinkommens und verfügen über weniger als ein Hundertstel des Weltbesitzes. In den meisten Staaten besitzen Frauen dieselben politischen Rechte wie Männer, doch weibliche Minister und Präsidenten sind nach wie vor die Ausnahme. Auch in der Familie haben sich die rechtlichen Möglichkeiten der Frauen vielfach denen der Männer angeglichen, dennoch tragen Frauen noch immer die wesentlichen Lasten der Familienarbeit.
 
Die Veränderungen in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts haben die Situation der Frauen in Staat und Wirtschaft, in Beruf und Familie oft verbessert, auf jeden Fall aber stark verändert. Von einer geradlinigen Entwicklung hin auf eine Besserstellung der Frauen kann jedoch nicht gesprochen werden. In vielen außereuropäischen Kulturen ist die Entwicklung äußerst ambivalent. Dennoch gibt es eine Reihe von allgemeinen Entwicklungssträngen, die im Folgenden aufgezeigt werden sollen. Dass dabei nicht alle Regionen gleichmäßig berücksichtigt werden können, viele komplizierte Sachverhalte vereinfacht und manchmal auch die sozialen Unterschiede vernachlässigt werden müssen, ergibt sich aus der Natur eines solchen Überblicks.
 
 Arbeit und Bildung
 
Zugang zu ausreichender Bildung ist der Schlüssel zu wirtschaftlichem Erfolg, zur Teilhabe an der Politik und letztlich auch zur Behauptung der Position innerhalb der Familie. Deshalb sind die nach wie vor bestehenden Bildungsunterschiede zwischen den Geschlechtern eines der größten Hemmnisse für die Frauen. Besonders krass fällt die Differenz in den am wenigsten entwickelten Ländern aus, wo rund 40 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen nicht lesen und schreiben können. In den übrigen Entwicklungsländern sind 21 Prozent der Männer und 38 Prozent der Frauen Analphabeten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass diese Zahlen einen gravierenden Stadt-Land-Gegensatz verschleiern.
 
Je weiter man im Bildungssystem nach oben steigt, desto mehr öffnet sich die Schere zwischen Männern und Frauen. Dies gilt auch für industrialisierte Länder wie die Bundesrepublik Deutschland, wo 1995 bereits über die Hälfte der Abiturienten weiblich war, aber weniger als die Hälfte der Studienanfänger. Bei den Studienabschlüssen sinkt der Prozentsatz der Frauen auf etwa 40 Prozent, und wenn man sich die Professorenebene anschaut, so kommt man nur noch auf 8,2 Prozent, bei den höchsten Besoldungsstufen sogar nur noch auf 4 Prozent. Auch in der Wirtschaft sieht die Situation kaum anders aus. Zwar ist inzwischen mehr als die Hälfte der Frauen berufstätig, doch in den Chefetagen der Unternehmen finden sich ebenfalls nur 8,2 Prozent Frauen, im mittleren Management beläuft sich ihr Anteil immerhin auf 18,2 Prozent und im unteren auf 27,5 Prozent.
 
In Ländern, in denen die Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen stärker akzentuiert ist, Frauen aber guten Zugang zu Bildung haben, zeigt sich ein etwas anderes Bild. Zum Beipiel sind in einigen Regionen Südamerikas etwas mehr als die Hälfte der Studierenden weiblich. Wenngleich sie sich auch dort auf traditionell »weibliche« Fächer im Bildungs-, Erziehungs- und Gesundheitswesen konzentrieren, haben sie in diesen Bereichen immerhin gute Chancen, in höhere Positionen aufzusteigen. Die Tätigkeiten, die die Frauen in diesen Positionen — wie übrigens auch in der Politik — ausüben, ähneln vielfach den Aufgaben, die ihnen ihre von der Gesellschaft zugewiesene Mutterrolle abverlangt. Diese Beoabachtung veranlasste die Forscherin Elsa Chaney, solche Frauen als »Supermütter« zu bezeichnen.
 
Eine solche Entwicklung ist bereits ein Erfolg der Bildungsoffensive der Sechzigerjahre, deren größte Nutznießer in der Regel die Mittelschichten waren. Frauen aus diesen Schichten konnten in allen Kulturen aufgrund ihrer Bildung am ehesten von der Modernisierung der Arbeitswelt profitieren. Am deutlichsten zeigt sich dies in Ländern wie Japan oder Süd-Korea, in denen eine starke städtische Mittelschicht entstanden ist, in Europa und den Vereinigten Staaten, aber auch in Städten wie Nairobi, Singapur oder Santiago de Chile.
 
Doch auch die Arbeiterinnen in den Textil- und Elektronikfabriken in Süd-Korea und Taiwan oder in der Fertigungsindustrie in Nordmexiko gehören rein ökonomisch zu den Gewinnerinnen der Industrialisierung und Globalisierung der Produktion. In diesen Branchen werden Frauen bevorzugt eingestellt, da sie als besonders geschickt und fleißig gelten und außerdem für geringere Löhne arbeiten als ihre männlichen Kollegen. Diese Einbeziehung in den Produktionsprozess sichert den Frauen immerhin eine gewisse Unabhängigkeit. Untersuchungen für die Karibikinseln, aber auch für Sansibar, belegen, dass die Frauen oft zu den Haupternährerinnen der Familie geworden sind. Der Mythos des männlichen Ernährers wird dennoch aufrechterhalten. Der Lohn der Frauen gilt nach wie vor als »Zubrot«, selbst wenn sie zur einzigen Arbeitnehmerin der Familie oder des Haushalts werden.
 
Auf dem Land und in weniger entwickelten Regionen ist die Lage komplizierter. Sie hängt vom jeweils angebauten und vermarkteten Produkt, den Landbesitzstrukturen und den kulturellen Traditionen ab. So bearbeiteten zum Beispiel in vielen Regionen Afrikas die Frauen ursprünglich das Land und verkauften die angebauten Produkte auf den lokalen Märkten. Mit der Vergabe von Landtiteln an die männlichen »Familienoberhäupter« durch die Kolonialmächte und die nationalen Regierungen sowie mit der — ebenfalls meist an die Männer gerichteten — Mechanisierung und Kommerzialisierung der Landwirtschaft ging für die Frauen häufig der Verlust des Landes oder die Abdrängung auf weniger fruchtbare und abgelegenere Parzellen einher. Diese reichten kaum noch zur Sicherung des Überlebens der Familie, die weiterhin den Frauen oblag. Überdies untergrub diese Entwicklung die traditionellen Verpflichtungen innerhalb des Verwandtschaftssystems: So mussten Männer zum Beispiel nicht länger Arbeitsleistungen für die Familie der Frau erbringen, um den Verlust ihrer Arbeitskraft zu kompensieren. Diese bis dahin über einen längeren Zeitraum erbrachten Tätigkeiten wurden nun in eine einmalige finanzielle Transaktion umgewandelt, der Brautpreis mithin durch den Brautkauf ersetzt, was sich auf die Stellung der Frauen im Allgemeinen negativ auswirkte.
 
Überraschender erscheint die Entwicklung in einigen Staaten Südostasiens und des Nahen Ostens, wo trotz islamischer Vorstellungen von getrennten Lebenswelten Frauen, vor allem wenn sie der Mittelschicht entstammten und über eine Ausbildung verfügten, häufig von der Modernisierung profitieren konnten. In vielen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens ist das Bildungssystem bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts stark ausgebaut worden, und auch Frauen wurde der Weg an die Universitäten vergleichsweise früh geebnet, so zum Beispiel in Ägypten 1928. Andere Länder wie Kuwait oder Saudi-Arabien öffneten die Tore ihrer Universitäten für Frauen erst in den Siebzigerjahren, verzeichneten dann aber einen geradezu rasanten Anstieg der Studentinnenzahlen. In Kuwait waren 1965 lediglich 1000 Frauen erwerbstätig, 1985 waren es bereits 25000, mehr als die Hälfte davon arbeiteten in Bildungsberufen. In den Bereichen Erziehung und Medizin ist dieser Anstieg durch die Vorstellung der getrennten Sphären für Männer und Frauen zu erklären, die zur Ausbildung von Lehrerinnen und Ärztinnen zwang. Schließlich führte der Ölboom dazu, Frauen sogar den Weg in Ingenieurberufe zu öffnen, da nicht genug männliche Arbeitskräfte zur Verfügung standen. Mit dem Nachlassen des wirtschaftlichen Aufschwungs in den Ölförderstaaten verschlechterten sich jedoch die Möglichkeiten für Frauen wieder zunehmend. Dennoch konnte die in den Achtzigerjahren einsetzende »Zurück-an-den-Herd«- Kampagne den Prozess nicht gänzlich umkehren.
 
Die Tatsache, dass Frauen nach wie vor überall als die »stille Reserve« des Arbeitsmarkts betrachtet werden, zeigt sich mit aller Deutlichkeit in den ehemals kommunistischen Staaten Osteuropas und in der DDR. Hatte man hier aus ideologischen wie aus ökonomischen Gründen die Einbeziehung der Frauen in die Erwerbsarbeit seit den Fünfziger- und Sechzigerjahren nach Kräften gefördert, so wurden die wirtschaftlichen und sozialen Probleme der Umstellung auf eine kapitalistische Wirtschaftsweise vielfach auf Kosten der Frauen gelöst. Allerdings war die Erwerbstätigkeit in den kommunistischen Staaten mit einer enormen Doppelbelastung der Frauen einhergegangen, sodass ein Teil der Frauen einen Rückzug aus dem Erwerbsleben — sofern er nicht zu erheblichen wirtschaftlichen Einschränkungen führte — auch als Erleichterung empfunden hat.
 
In diesen Staaten ist noch ein anderer, weltweit zu beobachtender Prozess besonders deutlich zu verfolgen. Wenn sich der Staat aufgrund wirtschaftlicher Krisen aus vielen Bereichen der Sozialfürsorge wie der Pflege der Alten und Kranken, der Betreuung der Kinder und der Unterstützung der Bedürftigen zurückzieht, fallen diese Aufgaben wieder der Familie, insbesondere den Frauen, zu. Gleichzeitig haben sich die Familien jedoch im Prozess der Modernisierung verändert, sodass die traditionellen Strukturen nicht einfach wiederhergestellt werden können. Solche Entwicklungen tragen mit zur »Feminisierung der Armut« und zur Verdrängung der Frauen vom Arbeitsmarkt bei.
 
 Familie und Geschlechterbeziehungen
 
Ein Wandel der Rolle der Frauen in Wirtschaft und Politik kann nur dann zu wirklicher Gleichberechtigung führen, wenn er mit einer Veränderung der Beziehungen zwischen den Geschlechtern auch auf der privaten Ebene einhergeht. Diese Erkenntnis hat die Frauenbewegung der letzten zwei Jahrzehnte geprägt. In den westlichen Staaten leiteten zunächst vor allem die Verbreitung »der Pille« und der Aufbruch der 68er-Generation gesellschaftliche Entwicklungen ein, die zusammen mit besseren Bildungs- und Berufschancen die familiäre Stellung der Frauen modifizierten. Dies schlug sich in veränderten Bevölkerungsdaten nieder, die zeitweise aufgeregte Debatten über die Krise der Familie hervorriefen. Die durchschnittliche Anzahl von Kindern pro Frau sank in den Industriestaaten auf weniger als zwei Kinder: in den USA von 3,7 (1957) auf 1,8 in den Achtzigerjahren, in Japan von 4,5 (1947) auf 1,7. Die südeuropäischen Länder wie Spanien und Italien, die Anfang der Siebzigerjahre noch hohe Ziffern aufwiesen, gehören mit durchschnittlich 1,3 Kindern pro erwachsener Frau mittlerweile zu den Schlusslichtern in der Welt. Außer in den asiatischen Ländern ging diese Entwicklung überall mit wachsenden Scheidungsraten und einem Anstieg nichtehelicher Geburten einher.
 
Statt von einer Krise der Familie sollte man jedoch besser von einem Formwandel sprechen. Familie ist für die Menschen so wichtig wie eh und je, die Formen haben sich jedoch verändert und vervielfacht. Historisch ist das häufig als natürlich und traditionell dargestellte Bild des Zusammenlebens von erwerbstätigem Vater, häuslicher Mutter und deren Kindern ohnehin ein Mythos. Allein erziehende Mütter, Stiefeltern und Halbgeschwister hat es in den vergangenen Jahrhunderten ebenso häufig gegeben wie erwerbstätige Frauen. Ob in Japan, Lateinamerika oder der Bundesrepublik, das vermeintlich traditionelle Bild von der »Nur-Hausfrau« und der Kernfamilie ist in historischer Perspektive eher die Ausnahme. Neu ist lediglich die hohe Anzahl von Paaren, die sich scheiden lassen, sowie die Tatsache, dass es zunehmend die Frauen sind, die eine Trennung wünschen und durchsetzen.
 
Die Mechanisierung der Hausarbeit und Fortschritte in der Medizin — gerade im Bereich der Geburtenplanung — haben in den industrialisierten westlichen Staaten erhebliche Verbesserungen und Erleichterungen im täglichen Leben der meisten Frauen gebracht. Den Erleichterungen bei der Hausarbeit stehen allerdings gestiegene Anforderungen an die Erziehung und Ausbildung der Kinder gegenüber. In den weniger industrialisierten Staaten, beispielsweise Lateinamerikas, die sich zumeist durch eine große soziale Ungleichheit auszeichnen, wird weiter auf Dienstmädchen aus den Unterschichten, die häufig vom Land kommen oder aus einem noch ärmeren Nachbarland zugewandert sind, zurückgegriffen.
 
Auch die Fortschritte bei der Geburtenplanung und Gesundheitspolitik waren nicht in allen Kulturen segensreich für die Frauen. Indien ist ein gutes Beispiel für die Janusköpfigkeit der Modernisierung in diesem Bereich. In den Siebzigerjahren wurde versucht, dem Bevölkerungszuwachs durch die Zwangssterilisation von Frauen zu begegnen. Seit den Achtzigerjahren werden aufgrund der Möglichkeit, das Geschlecht eines Embryos frühzeitig mithilfe von Fruchtwasseruntersuchungen und Ultraschall zu bestimmen, jedes Jahr Millionen weiblicher Föten abgetrieben. Mittlerweile kommen in Indien auf 100 Männer nur noch 93 Frauen, während in den meisten Ländern der Welt mehr Frauen als Männer leben. Die Ein-Kind-Politik in China und die Industrialisierung in Süd-Korea haben ähnliche Folgen gezeitigt, auch wenn die kulturellen Hintergründe hier andere sind. Welche Folgen dieses »Stammhalterdenken« und der daraus resultierende »Frauenmangel« in mehreren asiatischen Staaten für das Geschlechterverhältnis haben wird, ist noch nicht abzusehen.
 
 Rechtsnorm und soziale Wirklichkeit
 
Politische Rechte
 
Die Forderung nach staatsbürgerlichen Rechten, das heißt nach aktivem und passivem Wahlrecht für Frauen, war nach dem Zweiten Weltkrieg im Allgemeinen weltweit anerkannt. In der Charta der Vereinten Nationen wurde der Gleichheitsgrundsatz im Hinblick auf das Geschlecht verankert und eine Kommission für die Rechtsstellung der Frauen eingesetzt. Alle Mitgliedsstaaten waren verpflichtet, sofern dies nicht schon geschehen war, die politische Gleichberechtigung möglichst bald zu gewähren. Doch selbst in der westlichen Welt, also in Europa und Amerika, wo schon seit Beginn des Jahrhunderts das Frauenwahlrecht gefordert worden war, gab es »Nachzügler«. So erhielten die Frauen in der Schweiz auf Bundesebene erst 1971 und in Portugal erst 1975 volle politische Rechte. In vielen afrikanischen Staaten konnten Männer und Frauen erst nach Erlangung der staatlichen Unabhängigkeit in den Sechzigerjahren wählen, sofern nicht Bürgerkriege und Diktaturen die Ausübung dieser Rechte unmöglich machten. In Afrika wie auch in Indien, das bereits 1947 seine Unabhängigkeit erlangte, war die Übertragung voller Staatsbürgerrechte an die Frauen häufig nicht so sehr das Verdienst einer aktiven Frauenbewegung als vielmehr die Folge der Beteiligung von Frauen an nationalen Befreiungsbewegungen. Oft trug dieser Schritt auch einfach den veränderten sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen Rechnung. Mit Ausnahme einiger Staaten am Persischen Golf, die Frauen und Männern das Wahlrecht noch vorenthalten, ist die Frage der politischen Rechte für Frauen heute weitgehend zu ihren Gunsten entschieden.
 
Teilhabe an der Macht
 
Dies bedeutet jedoch nicht, dass Frauen in entsprechendem Maße an der politischen Macht teilhätten. Zunächst wurden sie vielfach eher als »Stimmvieh« betrachtet, und spezifische Frauenthemen spielten keine Rolle in der politischen Debatte. Das änderte sich mit der »Neuen Frauenbewegung« der Siebzigerjahre, die solche Diskrepanzen aufzeigte und in vielen Ländern versuchte, mithilfe von Quotierungen und Kompensationsmaßnahmen — wie der inzwischen wieder sehr umstrittenen affirmative action in den USA — Veränderungen zu erreichen. Doch noch immer sind die Frauen in leitenden Positionen in Verwaltung und Regierung stark unterrepräsentiert. Die Zahlen reichen von durchschnittlich 5 bis 7 Prozent in vielen nicht industrialisierten Ländern über etwa 10 Prozent in westlichen Industriestaaten bis hin zu 30 Prozent in den skandinavischen Ländern. Die Staaten des ehemaligen Ostblocks verzeichneten vor 1989 einen Parlamentarierinnenanteil von durchschnittlich 27,5 Prozent, der sich in den Jahren 1990/91 schlagartig auf 10,9 Prozent verringerte.
 
Zivile Rechte
 
Schwieriger als die formalen politischen Rechte sind die zivilen Rechte von Frauen auf einen Nenner zu bringen, da sie sehr viel stärker von den jeweiligen kulturellen Traditionen geprägt sind. Insgesamt lässt sich jedoch feststellen, dass gleiche Rechte in der Familie und auf gesamtgesellschaftlicher Ebene sehr viel umstrittener und schwieriger durchzusetzen sind. Vor allem in islamischen Ländern ist das Fortbestehen oder Wiedererstarken der Scharia, des islamischen Rechts, ein sinnfälliger Ausdruck dieser Diskrepanz.
 
Bereits ein Blick auf Europa zeigt, dass die zivilrechtliche Stellung der Frauen kulturell rückgebunden ist und sich nur allmählich wandelt. Während in den meisten nordeuropäischen Ländern Männer und Frauen schon seit langem gleichgestellt sind, herrschte in den romanischen Ländern lange Zeit die weitgehende private Rechtlosigkeit verheirateter Frauen vor. So können verheiratete Frauen in Spanien zwar seit 1931 wählen, bis 1976 aber konnten sie ohne die Erlaubnis ihrer Ehemänner kein Bankkonto eröffnen und keine Erwerbstätigkeit ausüben. Erst seit den Siebzigerjahren wurde in den meisten westlichen Ländern das Ehe- und Familienrecht dahin gehend geändert, dass der Mann nun nicht mehr automatisch als Familienoberhaupt gilt und dass die Erziehungsberechtigung gleich verteilt ist. Inzwischen haben gesellschaftliche Veränderungen, vor allem die Zunahme nichtehelicher Lebensgemeinschaften und der Scheidungen, zu neuem Reformbedarf geführt. Außerdem sind ehemals tabuierte Themen wie Vergewaltigung in der Ehe oder sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz nicht nur zu politischen Streitpunkten, sondern auch zum Gegenstand der Gesetzgebung geworden.
 
In den kommunistischen Staaten hatte der Prozess der formalen rechtlichen Gleichstellung bereits sehr viel früher eingesetzt, in der Sowjetunion unmittelbar nach der Revolution, in China mit der Verabschiedung neuer Ehegesetze 1950. Tradierte Rollenbilder veränderten sich allerdings nicht. Hausarbeit und Kindererziehung sollten kollektiviert, nicht zwischen den Eltern aufgeteilt werden. Die wirtschaftlichen und sozialen Grenzen dieser Politik, die nie befriedigend umgesetzt werden konnte, und die daraus resultierende enorme Doppelbelastung der Frauen waren bald nicht mehr zu übersehen. In der Sowjetunion und auf Kuba entwickelte sich eine Diskussion über die Rolle der Frauen in der Familie, und zumindest in dem Karibikstaat führte diese 1974 zu einem neuen Familiengesetz, das die gleichmäßige Beteiligung von Männern und Frauen an der Erziehungs- und Hausarbeit gesetzlich vorschrieb. Allerdings lässt die Umsetzung dieser Bestimmungen sehr zu wünschen übrig.
 
Gleichberechtigung und kulturelle »Authentizität«
 
In vielen außereuropäischen Kulturen ist die Entwicklung der zivilrechtlichen Stellung der Frauen sehr unterschiedlich, und die Zwiespältigkeit mancher Maßnahmen tritt noch deutlicher zutage. Während in den meisten asiatischen Staaten auf politischer und zivilrechtlicher Ebene unzweifelhaft Verbesserungen für Frauen zu konstatieren sind, lässt sich ein solch eindeutiges Urteil für Staaten mit überwiegend islamischer Bevölkerung nicht fällen. Meist blieb hier die Scharia im Bereich von Ehe und Familie neben neuen staatlichen Gesetzen bestehen. Nur die Türkei schaffte das islamische Recht ganz ab. Die Türkei, Ägypten und Iran gehören zu denjenigen Staaten, die bis Ende der Siebzigerjahre eine Modernisierungspolitik nach westlichem Vorbild verfolgten und in denen sich auch die Rolle der Frauen stark gewandelt hat. Inzwischen jedoch sind sie durch das Vordringen islamisch-fundamentalistischer Strömungen starken Spannungen ausgesetzt, und in einigen Staaten kann man von einem eindeutigen Rückschritt sprechen. Die religiösen Spannungen werden durch die große Kluft zwischen den armen und kaum gebildeten Unterschichten und den zumeist gut ausgebildeten und »verwestlichten« städtischen Mittel- und Oberschichten noch verstärkt und haben zum Teil ihren Ursprung darin.
 
Am deutlichsten wird das Problem in Iran: Hier leitete Schah Resa Pahlewi in der 2. Hälfte der Zwanzigerjahre einen Modernisierungsprozess ein, in dessen Folge auch der Verschleierungszwang für Frauen abgeschafft wurde. Diese und ähnliche Maßnahmen wurden von der besser situierten städtischen Bevölkerung begeistert aufgegriffen, auf dem Land und in den Unterschichten jedoch weitgehend ignoriert. Die von Schah Mohammed Resa etwa ab 1960 eingeleiteten Reformen (»weiße Revolution«) gewährten den iranischen Frauen politische Rechte. Der rasche wirtschaftliche Aufschwung in den Siebzigerjahren hatte zur Folge, dass 1978 ein Drittel der Studierenden in den höheren Bildungsinstitutionen Irans weiblich war und Frauen bereits auf den oberen Ebenen der Politik vertreten waren. Diese Reformen gingen indes nicht mit einer Demokratisierung der Gesellschaft einher; darüber hinaus vergrößerte sich die Kluft zwischen den sozialen Gruppen. Die politische Opposition richtete sich nicht nur gegen die Herrschaft des Schahs, sondern auch gegen den mit seiner Politik verbundenen Einfluss westlicher Werte. Die Debatte kreiste auch immer wieder um die veränderte Stellung der Frauen in der Gesellschaft. Wie zwei Jahrzehnte zuvor im algerischen Widerstand gegen die französische Kolonialherrschaft wurde nun auch in Iran die Verschleierung der Frauen zu einem Symbol kultureller und politischer Eigenständigkeit. Inzwischen hat sich der Zirkel geschlossen: Widerstand gegen das wieder bestehende Verschleierungsgebot ist in Iran zum Widerstand gegen das islamische Regime geworden.
 
Das Problem, dass eine antiwestliche, antikoloniale oder antiimperialistische Politik mit der Berufung auf traditionelle Rechtssysteme im Familienbereich verbunden wird, stellt sich in vielen ehemaligen Kolonien und neuerdings auch in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion. So wurde in Kenia der Versuch von Frauengruppen, polygame Ehen zu verbieten oder zumindest das Einverständnis der ersten Ehefrau hierfür zur Bedingung zu machen, mit dem Argument abgelehnt, dass damit den Kenianern eine fremde, nicht »authentisch« afrikanische Denkweise aufgezwungen würde. Auch für das Brautgeld und sogar für die in einigen afrikanischen Regionen noch immer übliche Genitalverstümmelung junger Mädchen werden solche Argumente ins Feld geführt. Der Versuch, kolonialen Rechtssystemen ein »eigenes« gegenüberzustellen, führt häufig dazu, dass Anpassungen an veränderte Situationen verhindert werden und Konflikte zwischen Männern und Frauen, Alten und Jungen, aber auch zwischen den verschiedenen sozialen Schichten ausbrechen.
 
 Frauenbewegung auf internationaler Ebene
 
Die Siebzigerjahre können als der Beginn einer neuen Phase der Frauenbewegung und der Veränderung der Frauen zugeschriebenen Rolle auf allen Kontinenten gelten. Dieser Aufbruch resultiert aus dem Zusammentreffen verschiedener Faktoren. In den westlichen Staaten löste die »68er-Revolte« eine radikale Infragestellung vieler traditioneller Werte aus, die mit dem allmählichen Vordringen von Frauen an den Universitäten und im Berufsleben einherging. Den revoltierenden Studentinnen war deutlich geworden, dass die formelle Gleichheit sich noch kaum auf die Rollenverteilung ausgewirkt hatte und sie weiterhin Kaffee kochen mussten, während ihre Kommilitonen Flugblätter entwarfen. Bald waren sie nicht mehr bereit, diese »Zulieferdienste« zu leisten und die Geschlechterdifferenz als »Nebenwiderspruch« gelten zu lassen, der sich mit dem Erreichen einer gerechteren Gesellschaft von selbst lösen würde. In den Vereinigten Staaten kamen die Proteste schwarzer Frauen hinzu, die sich von den weißen Feministinnen nicht vertreten fühlten.
 
In den Entwicklungsländern war die Enttäuschung über die in den Sechzigerjahren propagierte Modernisierung ein wichtiger Auslöser des Umdenkens. So erfüllte die von Präsident John F. Kennedy initiierte Allianz für den Fortschritt in Lateinamerika, die die Bekämpfung der Armut (und des Kommunismus) auf dem Kontinent zum Ziel hatte, keineswegs die in sie gesetzten Erwartungen. Trotz massiver Investitionen in Technisierung und Modernisierung konnten die meisten Probleme nicht gelöst werden. Im Gegenteil: Es entstand der Eindruck, durch diese Art der Modernisierung nur noch abhängiger von den reichen Industriestaaten zu werden und die Kluft innerhalb der eigenen Gesellschaften zu vergrößern. Auch in Afrika und Asien war die Hoffnung, mithilfe staatlicher Unabhängigkeit und Modernisierung nach kapitalistischem oder sozialistischem Modell die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme rasch lösen zu können, geschwunden.
 
1970 machte dann eine Untersuchung der Sozialwissenschaftlerin Ester Boserup über die Folgen der Entwicklungspolitik für die Frauen Furore. Sie stellte fest, dass sich die Programme fast ausschließlich an Männer richteten, selbst wenn sie weibliche Tätigkeitsbereiche betrafen, und daher die gesellschaftliche Stellung der Frauen eher verschlechterten. Es wurde deutlich, dass jede Entwicklungspolitik scheitern musste, wenn sie die Frauen und ihre jeweilige wirtschaftliche, gesellschaftliche und familiäre Situation nicht berücksichtigte.
 
Die erste Weltfrauenkonferenz in Mexiko 1975
 
Die von den Vereinten Nationen ausgerufene Dekade der Frau wurde 1975 durch eine Weltfrauenkonferenz in Mexiko-Stadt eingeleitet. Diese Tagung wies erstmals eine Zweiteilung auf, die später für die großen UNO-Konferenzen typisch wurde: Es gab eine offizielle Konferenz mit Regierungsdelegationen und parallel dazu ein Treffen von Repräsentantinnen der Nichtregierungsorganisationen wie Kirchen, Gewerkschaften oder verschiedene Basisgruppen. Auf diesem Forum kam es zu einem bezeichnenden Streit zwischen Vertreterinnen des Nordens und des Südens, personifiziert in der amerikanischen Frauenrechtlerin Betty Friedan und der Vorsitzenden einer Organisation von Ehefrauen bolivianischer Minenarbeiter, Domitila Barrios de Chungara. Während Betty Friedan für Gleichheit in Beruf und Familie sowie sexuelle Selbstbestimmung der Frauen eintrat, rief Domitila zum Kampf gegen multinationale Konzerne und gegen die Unterdrückung von Gewerkschaftsbewegungen auf. Man solle nicht gegen die compañeros (Genossen), sondern gegen das System kämpfen. Die Diskussion spiegelte das allgemeine politische Klima wider, in dem die Konferenz stattfand, sowie die unterschiedlichen Probleme und Standpunkte, die sich zumeist aus der nationalen, regionalen, politischen und sozialen Position der Frauen ergaben. In dem Schlussdokument der Konferenz, dem World Plan of Action, setzten sich die Frauen des Ostblocks und der Entwicklungsländer gegen diejenigen der westlichen Staaten durch. Es enthielt eine Verurteilung von Kolonialismus und Neokolonialismus, nicht aber von Sexismus, und es war nicht die Rede von Frauen, sondern von Menschen (people).
 
Von Mexiko nach Peking
 
Trotz dieser zunächst wenig hilfreich erscheinenden Konfrontation zwischen Nord und Süd, zwischen liberalen Feministinnen und linken Aktivistinnen sozialistischer Prägung kann das Jahr der Frau 1975 als eines der erfolgreichsten Jahre der UNO überhaupt gelten. In der Folge erhielten Frauenthemen mehr Aufmerksamkeit in den einzelnen Ländern. Auch Entwicklungshilfeorganisationen forderten zunehmend die Einbeziehung von Frauen in die jeweiligen Programme, und heute ist die Frage nach den geschlechtsspezifischen Auswirkungen von Entwicklungsprojekten selbstverständlich — auch wenn diese Frage nicht immer leicht zu beantworten ist. Die offizielle Unterstützung der UNO verlieh den Forderungen der Frauen Gewicht, verdeutlichte die Dringlichkeit der Probleme, und die von den Vereinten Nationen oder anderen Organisationen bereitgestellten Finanzmittel steigerten die Bereitschaft männlicher Politiker, die Probleme von Frauen ernst zu nehmen.
 
Aber auch auf die verschiedenen Strömungen der Frauenbewegung wirkten sich diese und die nachfolgenden Konferenzen von Kopenhagen (1980), Nairobi (1985) und Peking (1995) aus. Während in Kopenhagen noch der Nord-Süd- und der Ost-West-Konflikt die Debatte bestimmten, zeichnete sich danach allmählich ein Wandel ab: In Asien und Lateinamerika wurden regionale Frauengruppen gegründet, in denen es zu einer Annäherung der Positionen von sozialistischen Aktivistinnen und »bürgerlichen« Feministinnen kam. Zugleich begannen die Frauen der westlichen Welt, die Probleme anderer Kulturkreise stärker in ihre Überlegungen einzubeziehen.
 
Der für die Konferenz in Nairobi vorgelegte Bericht über die Rolle der Frauen in der Entwicklungspolitik und die daraus resultierende feministische Kritik an diesen Politikstrategien bestimmte dann die Neunzigerjahre. Nun wurde nicht mehr nur die Einbeziehung von Frauen als Objekte der (Entwicklungs-)Politik gefordert, sondern Machtbildung in Frauenhand (empowerment). Auch Themen wie Gewalt gegen Frauen und das Schlagwort von der »Feminisierung der Armut« fanden zunehmend Eingang in die Debatten. Die Veränderungen der Weltpolitik, vor allem der Zusammenbruch des Ostblocks, der allgemeine Trend zum Rückzug des Staates aus vielen sozialen Bereichen und das Vordringen von religiösem Fundamentalismus in mehreren Religionen haben hierzu beigetragen. In Peking gestaltete sich die Debatte wesentlich konfliktfreier, und wenn Streitigkeiten auftraten, so verlief die Trennungslinie eher zwischen religiösen oder kulturellen Fundamentalistinnen und Feministinnen liberaler Prägung als zwischen bestimmten Weltregionen oder politischen Systemen. Zwar gehören Armut und Ausbeutung von Frauen nach wie vor zu den wichtigsten Themen, zunehmend werden aber auch Umweltprobleme und Geschlechterbeziehungen thematisiert.
 
 Die neue Unübersichtlichkeit
 
Die Ambivalenz der Entwicklung nach westlichem Vorbild im wirtschaftlichen und kulturellen Bereich hatte sich bereits in vielen ehemaligen Kolonien gezeigt. So kann der Zulauf, den die fundamentalistischen Strömungen in islamischen Staaten finden, auch als ein Ausweg aus der Verunsicherung gesehen werden, die die neue Position gerade für Frauen mit sich bringt. Die demonstrative Betonung traditioneller islamischer Werte, wie sie sich in der Verschleierung ausdrückt, erlaubt islamischen Studentinnen oder berufstätigen Frauen, modern und »authentisch« zugleich zu sein.
 
Hier zeigt sich ein Grundproblem (nicht nur) der Frauenbewegung am Ende des 20. Jahrhunderts: Wie lassen sich die universalen Menschenrechte von Frauen (und Männern) mit der kulturellen Vielfalt der Völker verbinden, und wie kann Gleichberechtigung erreicht werden, ohne die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu ignorieren? Vielleicht liegt der wichtigste Fortschritt der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Erkenntnis, dass es hierauf keine einheitliche Antwort geben kann. Vergleichbare Entwicklungen treffen Menschen verschiedener Kulturen, Religionen, sozialer Klassen, Geschlechter und Altersgruppen in unterschiedlicher Weise, sodass auch eine Antwort auf die Frage nach den Möglichkeiten der Verbesserung ihrer Situation diese Unterschiede berücksichtigen muss. Eine Patentlösung für die Aufhebung der schichtenspezifischen Ungleichheit kann es ebenso wenig geben wie eine solche für die gerechtere Verteilung der Lasten zwischen Männern und Frauen, doch vielleicht hilft das Wissen um die Verschiedenheit und Komplexität der Verhältnisse zumindest, das Problem immer wieder neu zu überdenken und verschiedene Lösungswege gelten zu lassen.
 
Prof. Dr. Barbara Potthast
 
 
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Universal-Lexikon. 2012.

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